Ich will nicht mehr…

Ukraine Flaggen überall! Die Hunde des Krieges heulen! Muss Wahlplakate mit Worthülsen sehen und versuchen sie nicht zu lesen!Ich kann Lauterbach nicht mehr hören und denke mir „Mist! Wer passt nun auf mich auf?“ Nein…. Das letzte war natürlich ein Scherz!

Heute morgen im Bett sagte ich zu der neben mit liegenden Person meines Vertrauens, „Ich will auf dem Ponyhof leben“. Auf das irritierte „Was?“ antworte ich „Weil das Leben kein Ponyhof ist!“ Wäre es nicht schön wenn man sich nur mit Dingen beschäftigen könnte die einem Spaß machen und einem ein gutes Gefühl geben? Ich habe mal gehört das es Menschen gibt die dies geschafft haben.

Ich bin seit Ende 09.2021 krank geschrieben. Auf Grund meiner Diabetis hat sich Charkot-Fuß entwickelt. Daher hatte ich in den letzten Monaten sehr viel Zeit zu „Denken“! FCK!

Das was ich nicht mehr möchte sind die andauernden mit einer Angst behafteten Gedanken, die mich anfangen zu blockieren. Ich möchte nicht unbewusst auf eben diese Szenarien zuarbeiten. Doch egal wo ich hinsehe, überall wird nur mit Angst operiert. Die Politik, die Werbung, die sozialen Medien und selbst im Bekanntenkreis geht es nicht mehr ohne das ausmalen einer Dystopie in der wir alle landen werden wenn wir uns nicht vor Allem und Jedem beschützen lassen. Keiner ist mehr in der Lage eine gewisse Risikokompetenz an den Tag zu legen und das Leben zu genießen.

Mir selbst fällt es auch immer schwerer. Ich versuche mich darin zu üben die Gegenwart zu genießen und nicht in der Vergangenheit zu leben oder den Moment mit Gedanken an die Zukunft zu vermüllen. Das soll natürlich nicht heißen die Vergangenheit oder die Zukunft zu ignorieren, man sollte aber die Gegenwart nicht davon dominieren lassen!

Manchmal habe ich das Gefühl das sich in 50 Jahren so viele Gedanken angesammelt haben das es nicht mehr möglich ist diese zu verarbeiten. Dann hilft es nur noch sie loszuwerden in dem man(n) sie aufschreibt. Darum mache ich das hier. Mich würde interessieren ob noch mehr Menschen so denken? Warum hat man das Verlangen zu „schreiben“?

Auch wenn ich diese Zeilen für mich selbst schreibe, würde es mich freuen Rückmeldungen zu bekommen.

In diesem Sinne……. Auf bald!

2 Gedanken zu “Ich will nicht mehr…

  1. Bin da ganz bei Dir.
    Seit einiger Zeit bemerke ich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis, ja selbst in der Verwandtschaft, dass langsam alle durchdrehen. Man hat Angst, installiert Kameras auf der Terrasse, fürchtet mal wieder den Russen und überhaupt und allgemein so.
    Ich persönlich beobachte nur noch und lasse das alles an mir vorbei, weil ich mich wie in einem dieser Zombiefilme fühle und nur noch Individuen sehe, die reflexhaft auf Trigger reagieren, denn mit Sachverstand, Ratio und ein wenig Erinnerung an die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte scheint keiner mehr umzugehen können.
    Die widerlichsten Kriegstreiber und faschistischen Subjekte stellt ausgerechnet die Partei der Grünen, welche seit gut 40 Jahren die Mär von Frieden und Humanismus predigt – was für eine Farce.
    Alles Friede, Freude, Eierkuchen und plötzlich haben wir einen Intendanten beim ZDF namens Himmler, der verstärkt politische Botschaften über das Bewegtbildformat transportieren will, die Regierung erwägt eine Erhöhung des Etats für die Bundeswehr, will Panzer an die Ostfront schicken und natürlich wird mal wieder eine Tonne Zeugs verboten, weil Solidarität mit Irgendwem – ist mein Kalender kaputt?
    Wer von Clowns regiert wird, lebt in einem Zirkus. Da mit könnte man sogar halbwegs leben, solange die Masse nicht zum trotzigen Kleinkind mutiert und die Medien nicht ins selbe Horn wie der Esel in der Manege blasen, aber so scheint es derzeit zu sein.
    Mit Wehmut erinnere ich mich an die Achtzigerjahre, als das größte Problem beschissene Frisuren und Ohrringe aus neongrünem Plastik waren. In mancher Hinsicht war früher eben doch alles besser.
    Hau rein, Kumpel, nie wieder Facebook!

    • Danke für Deine ausführliche Antwort.
      Um den letzten Satz Deiner Antwort aufzugreifen, war es früher wirklich besser! Ich denke aber nicht weil es besser war, sonder weil wir anders waren.
      Unsere Eltern haben bestimmt ebenso empfunden. Ich klammere mal die ersten Jahre ihres Lebens aus, da meine 1940 und 41 geboren wurden.
      Wir waren einfach unbekümmerter und der Zugang zu Informationen war nicht so leicht wie heute. Der Wechsel von Briefen und Postkarten aus dem Urlaub zu einem schnellen Bild per WhatsApp ging einfach zu schnell.
      Ebenso verhält es sich mit Informationen zur Lage in der Welt bzw. in der Politik des eigenen Landes.
      Ich frage mich manchmal: Sind wir seelisch der technischen Entwicklung hinterhergekommen?
      Ich befürchte nicht.

      Nochmals Danke!

      Peer-Olaf

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