Die beste Krankheit……

…… macht keinen Spaß wenn man dabei nicht gesund ist!

Was mache ich hier eigentlich und vor allem für wen verfasse ich diesen Blogeintrag? Ich denke das ich das hauptsächlich für mich mache. Natürlich würde ich mich freuen wenn das jemand liest und ich ein feedback bekomme. Doch in der Hauptsache ist das für mich!

Worum geht es? Es geht darum das ich seit Anfang des Jahres Probleme mit meinem linken Fuß habe. Nach der Diagnose „Diabetis Typ II“ Anfang 2019 macht mit das jetzt doch einige Sorgen und ich suche einen Weg mit eben diesen Sorgen umzugehen. Vielleicht kennt das ja einer? Natürlich habe ich Menschen in meinem Umfeld mit denen ich über meine Sorgen und Ängste reden kann. Mit dem einen mehr und mit dem anderen weniger. Irgendwie scheint dort aber immer eine Hemmschwelle zu sein, die verhindert das man(n) Alles erzählt. Man(n) möchte ja auch nicht zur Last fallen bzw. man(n) möchte nicht das sich die andere Person noch mehr Sorgen macht als man(n) selbst.

Bin in 2019, nachdem ich mal meinen Blutdruck gemessen hatte, zum Arzt. Das heißt ich musste mir erstmal einen suchen. Im Alter von 50 Jahren wohl nicht das Schlechteste. Naja….. Rausgekommen bin ich auf jeden Fall mit Bluthochdruck und ….tata…. Diabetis TypII.

Im September 2020 hatte ich mir das rechte Sprunggelenk gebrochen und war sechs Wochen an das Sofa gefesselt. Also habe ich mein komplettes Gewicht vom linken Fuß tragen lassen. War wohl Zuviel und ich hätte die Sofafesseln nicht so oft lösen sollen. Nun habe ich Brüche im Vorderfuß und den Verdacht auf „Charcot-Fuß“

Doch bis zu dieser Diagnose hat es gedauert. Als ich Anfang 2021 bemerkte das mein großer Zehe angeschwollen war und dann auch noch der zweite Zeh hinzu kam, dachte ich mir „Ach das geht schon wieder weg! Kannst ja nicht wieder krank mache!“ Jetzt ratet mal…… Nachdem dann mein Fuß über Sprunggelenk bis zum Knie angeschwollen ist, bin ich dann doch mal zum Arzt. Erste Diagnose der Hausärztin war das Wasser im Gewebe ist und sie hat mir entsprechende Tabletten verschrieben und mich zum Röntgen geschickt. Später nach dem Röntgenbefund gab es eine Überweisung zum Orthopäden.

Bin bei der Ärztin raus und hab sofort in der Orthopädischen Praxis angerufen die mich mit meinem Sprunggelenkbruch behandelt hatten. Das war Mitte März. Nachdem ich mein Ansinnen kundtat sagte man mir das man eine Terminpraxis seih und der nächste freie Termin Anfang Juni wäre. Fand ich jetzt nur semitoll…. Habe mich dann an den Orthopäden meiner Mutter gewandt und dort einen Termin Ende April bekommen.

Gesagt getan mit Röntgenbefund zum Orthopäden. Kann man ja vor der Arbeit schnell machen. Der werte Doktor meinte ich solle mal die Schuhe und Socken ausziehen und mich hinstellen. Er stand nichtmal von seinem Stuhl hinter dem Schreibtisch auf. Er schaute nur seitlich vorbei und dann wieder auf den Röntgenbefund. Er sagte das man bei den Ausdrucken ja eh nicht richtig sehen kann was dort ist. Es seihen ältere Brüche die nicht richtig verheilt seihen aber da ich ja keine Schmerzen hätte würde er mir Einlagen verschreiben. Eine andere Behandlung wäre das versteifen der Gelenke des Großzehs. „Was sollen wir denn machen?“ Ach ja, ich habe die Diabetis in meiner Anamnese natürlich angegeben! Habe mich natürlich für die Einlagen entschieden. Klingt irgendwie weniger invasive als eine OP. Ich sollte aber auf jeden Fall zu einem Sanitätshaus gehen das auch eine Laufanalyse macht. OK…. Machen wir…..

Sollte jemand es geschafft haben bis hier her zu lesen, möchte ich mich herzlich bedanken!

Habe mir dann einen Anbieter gesucht der eben diese Laufanalyse anbietet. Auf Grund der zu der Zeit geltenden Hygienevorschriften war ein zeitnaher Termin nicht möglich. Man rufe mich innerhalb von 14 Tagen zurück. Das war Ende April. Natürlich hatte man vergessen mich zurück zu rufen. Nach mehreren vergeblichen Versuchen meinerseits kam dann im August der Anruf mit der Frage ob ich noch Interesse an einem Termin hätte. Der war dann eine Woche später. Dort angekommen, wieder in Arbeitskleidung, fragte man mich nach Sportsachen und ob der Orthopäde mir nicht gesagt wie das dort von statten geht? Nein, hatte er nicht! Zum Glück war eine Woche später ein Termin frei zu dem ich dann richtig gerüstet erscheinen konnte.

Doch bevor ich dann meine neuen Einlagen erhielt musste ich auf Grund von Schmerzen im linken Fuß zum Arzt und ging direkt zum Orthopäden. Nein, nicht zu dem der auf seinem Stuhl festgewachsen schien. Dort konnte ich dann auf Grund der Schmerzen warten und kam ohne Termin dran.

Der Befund hatte mir dann etwas die Beine unter dem Körper weggezogen. „Ihren Füßen geht es richtig schlecht!“ war das erste was er nach der Begutachtung der Füße und Ansicht der neuen Röntgenbilder sagte. Hinzu kam das ich von neuen Arbeitsschuhen eine offene Stelle am kleinen Zeh hatte und anschließend damit zur Fußabulanz meines Diabetologen gehen wollte. „Haben Sie denn keine Schmerzen? Mit so einem Ulcus würde ich schreien!“ Seine Diagnose „Diabetischer Fuß“. Meine Assoziierung damit „Amputation“! Völlig fertig und den Tränen nah, was für einen 209cm großen Mann in der Öffentlichkeit nicht leicht ist, und Überweisungen zum Neurologen, Gefäßchirugen und in die Uniklink machte ich mich auf den Weg zum Diabetologen.

Zum Glück gibt es spezialisierte Ärzte! Auch wenn beim Diabetologen noch keine abschließende Diagnose gestellt werden konnte so wurde ich von meiner Ärztin zum MRT geschickt. Der Verdacht liegt bei Chacot-Fuß. Das macht die zuvor vom Orthopäden gestellte Diagnose zwar nicht besser aber durch die Spezialisierung meiner Ärztin fühle ich mich nicht so ausgeliefert. Besonders im Hinblick auf die Überweisung zur Uniklinik. Dort habe ich einen Termin machen können. 11.2.2022!

Naja…. Habe dann erstaunlich schnell einen Termin für ein MRT bekommen. Dort an der Anmeldung angekommen füllte ich brav alle Formulare aus, was mich etwas verwunderte da ich vom Orthopäden aus schon öfter da war und wartete bis ich dran kam. Das MRT ist dort im Keller untergebracht und man sagte mir nach einer Viertelstunde das ich nun runter gehen könne. Dort angekommen eröffnete man mir das der Tisch vom MRT ein Gewichtslimit von 125kg habe. Dumm gelaufen. Wiege 140kg! Die freundliche Dame hatte mir dann einen Termin in einer Praxis mit passenden Geräten gemacht und so konnte ich eine Woche später dort hingehen.

Naja nachdem ich ein MRT habe machen lassen und dann auch noch ein CT sind die Radiologen noch immer nicht sicher was es ist. Könnte auch Rheuma sein. Meine Ärztin nimmt nun die CDs mit den Daten von MRT und CT privat mit zu einem bekannten Spezialisten und lässt den nochmals drüber schauen. Vorerst aber bleibt es bei der Diagnose Charcot-Fuß! Das ist richtig scheiße denn damit kann ich meinen Beruf an den Nagel hängen. Ich bin Fahrbahnmarkierer und laufe am Tag auch schon mal 25km!

So….Sollte tatsächlich jemand bis hier her gelesen haben möchte ich hoffen das es nicht aus den gleichen Gründen ist die mich dazu bewegt haben dies hier zu schreiben und vor allem zu veröffentlichen. Obwohl bei meiner Reichweite bestimmt nicht von „veröffentlichen“ gesprochen werden kann. Auf jeden Fall tat es gut diese Zeilen zu schreiben.

Danke Universum fürs Zuhören!

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